Düsseldorf, 16.09.2026.
Die Ozonschicht befindet sich in der Stratosphäre, einer hohen Schicht der Atmosphäre. Dort gibt es stratosphärisches Ozon. Ozon besteht aus drei Sauerstoffatomen und hat die chemische Formel O₃.
Die Ozonschicht ist sehr wichtig für das Leben auf der Erde. Sie filtert einen großen Teil der schädlichen ultravioletten Strahlung (UV-Strahlung) der Sonne. Ohne diese Schutzschicht würde deutlich mehr UV-Strahlung die Erdoberfläche erreichen.
Durch vom Menschen hergestellte Chemikalien gelangen ozonabbauende Stoffe in die Atmosphäre. Ein bekanntes Beispiel sind Fluorchlorkohlen-wasserstoffe, kurz FCKW. Sie können Ozonmoleküle zerstören und dadurch die Ozonschicht dünner machen.
Eine dünnere Ozonschicht lässt mehr schädliche UV-Strahlung zur Erde durch. Diese Strahlung kann die DNA schädigen und unter anderem Hautkrebs verursachen. Außerdem kann sie Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung, Augenschäden und eine Schwächung des Immunsystems auslösen. Auch andere Lebewesen sind durch zu viel UV-Strahlung gefährdet.
In den 1980er Jahren entdeckten Wissenschaftler*innen ein besonders großes Ozonloch über der Antarktis. Es entstand vor allem durch vom Menschen verursachte Stoffe wie FCKW sowie durch Chlor und Brom. Die Staaten der Welt erkannten die Gefahr für Menschen und Umwelt. Deshalb unterzeichneten viele Länder 1987 das Montreal-Protokoll. Dieses internationale Abkommen schränkte die Verwendung und Freisetzung besonders ozonschädlicher Stoffe stark ein. Damit wurde ein wichtiger Schritt zum Schutz der Ozonschicht gemacht.
Der Schutz der Ozonschicht war erfolgreich. Im Jahr 2005 befanden sich bereits deutlich weniger ozonzerstörende Gase in der Atmosphäre. Im Vergleich zu den höchsten Werten aus den Jahren 1992 bis 1994 waren es etwa 8 bis 9 Prozent weniger.
Die Erholung der Ozonschicht dauert allerdings sehr lange. Trotzdem nimmt der wichtigste vom Menschen verursachte Grund für den Ozonabbau ab.
Die Ozonschicht ist eine wichtige Schutzschicht für die Erde. Deshalb müssen ozonschädliche Stoffe weiterhin vermieden und die getroffenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden.
Laut dem Planetary Health Check (2025) vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung befindet sich die planetare Belastungsgrenze der Ozonschicht im grünen - also einem sicheren - Handlungsbereich.
Die Erhaltung der Ozonschicht zeigt uns, dass gemeinsames Handeln etwas verändern kann. Die Menschheit hat bewiesen, dass sie große Umweltprobleme erkennen und gemeinsam Lösungen finden kann. Diese Hoffnung sollten wir auch auf die Bekämpfung des Klimawandels und anderer planetarer Belastungsgrenzen übertragen. Wenn Staaten, Unternehmen und Menschen Verantwortung übernehmen, zusammenarbeiten und sich gemeinsam für den Schutz unserer Erde einsetzen, können wir etwas bewirken.
Im Projekt „Wissen.Wirken.Wandeln.“ setzen wir uns mit den einzelnen planetaren Grenzen auseinander und überlegen, wie wir gemeinsam vor Ort einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Dabei möchten wir auch Menschen einbeziehen, die bisher weniger Berührungspunkte mit diesen Themen haben. Denn die Geschichte der Ozonschicht zeigt: Im Kollektiv können wir mehr erreichen und Veränderungen herbeiführen.
