Jump to navigation

Startseite

NaturFreunde NRW

Suchformular

  • NaturFreunde
    • Über uns
      • Unsere Geschichte
    • Landesvorstand
    • Landesgeschäftsstellen
    • WIR - Informationen der Naturfreunde NRW
    • Naturfreundejugend NRW
    • Landesverband Teutoburger Wald
    • Mitglied werden
    • Online Mitgliedschaftsformular
    • Spenden
    • Newsletter
    • Exklusive Vorteile für Mitglieder
  • Natursport
    • Bergsteigen
    • Geocaching
    • Radtouristik
    • Schneesport
    • Wandern
  • Was uns bewegt
    • Umwelt- und Naturschutz
    • Klimaschutz
    • Nachhaltigkeit
    • Frieden
    • Kein Raum für Diskriminierung
    • Gerechte Gesellschaft
    • Kultur
    • Natur- und Heimatkunde
  • Aktiv in NRW
    • NahTour (2023 - 2025)
      • Projekt-Team NahTour
      • Unser NaturFreunde-Rucksack
        • Preise und Ausleihbedingungen
        • Naturfreundehaus Berg
        • Naturfreundegarten Bonn
        • Naturfreundehaus Bottrop
        • Naturfreundehaus Ebberg
        • Naturfreundehütte in Hamm-Werries
        • Naturfreundehaus Holzerbachtal
        • Naturfreundehaus Käte-Strobel
        • Naturfreundehaus Mollseifen
        • NaturFreundehaus Neuenkamp
        • Naturfreundehaus Teutoburg
      • Mach mit bei unserer NahTour-Studie!
      • Unterstützer*innen von NahTour
        • Spenden für NahTour
      • NahTour-Broschüre zum Download
    • Stabil und Inklusiv
      • Willkommen im Demokratiezentrum Fritz Bohne
    • Demokratiefreund*innen inklusiv
    • RESPEKT!... Spiel, Spaß und Vielfalt
    • Frieden in Bewegung 2025
    • Stärkenberatung
      • Krisen - Newsletter "DIE STÄRKENBERATERIN"
      • Stärkenberatung: Das kann sie!
      • Stärkenberater*in werden
      • Das StärkenTeam
      • Stärkenberatungsausbildung
      • Stärkenberater*innen anfragen
    • LebensRäume (2021-2023)
      • Projekt-Team "LebensRäume"
      • Infomaterial zum Download
      • Veranstaltungen, Wettbewerbe & Aktionen
        • Fotowettbewerb
        • Kindermalwettbewerb Bottrop
      • Newsletter-Archiv
      • Waldlehrpfad Eschweiler
        • Die Sand-Birke
        • Die Europäische Lärche
        • Die Eichenstation
        • Die Kiefernstation
        • Die Vogelkirsche
        • Die Tannenstation
        • Die Gemeine Esche
        • Die Eberesche
        • Die Douglasie
        • Die Ahorngruppe
        • Die Buchengruppe
        • Die Rot-/Schwarzerle
        • Die Robinie
        • Die Esskastanie
        • Die Zitterpappel
        • Das Naturfenster
        • Habitat-Bäume
        • Der Bienenstand
        • Die Waldgemeinschaft
    • ProInsekt (2019 - 2021)
      • Projekt-Team "ProInsekt"
      • Pressespiegel ProInsekt
      • ProInsekt Fotowettbewerb (bis 15.5.2021)
      • Informationsmaterialien und Anleitungen
      • ProInsekt Veranstaltungen
      • Europäische Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten" - Unterschriften sammeln!
      • Petition "Mehr Artenvielfalt im öffentlichen Grün"
      • Volksinitiative Artenvielfalt NRW (2020-2021)
        • Forderungen der VI Artenvielfalt
    • WasserWege (2017 - 2019)
      • Aktiv werden
      • Projektteam "WasserWege"
      • WasserWeg Unterbacher See / Elbsee (Düsseldorf)
      • WasserWeg Omerbach/Inde (Eschweiler, bei Aachen)
      • WasserWeg Blausteinsee (Eschweiler, bei Aachen)
      • WasserWeg Lippe (Hamm)
      • WasserWeg Wurm (Herzogenrath)
      • WasserWeg Deilbach (Essen)
      • Willi-LohbachWeg/WasserWeg Wupper (Solingen)
    • Veranstaltungen der NaturFreunde NRW
    • Flusslandschaft 2018/19: Die Lippe
  • Vor Ort
    • Ortsgruppen
      • Ortsgruppe Münster
    • Naturfreundehäuser
    • Natura Trails
    • Gute Beispiele
  • Veranstaltungen

Sie sind hier

  1. Startseite

WASSER GEHÖRT UNS ALLEN! – Kollektive Resilienz & Verteidigung eines Gemeinguts

Während bei uns die Diskussion um die Wasserversorgung erst langsam in Gang kommt, ist das Thema in Spanien schon seit Jahren auf der Tagesordnung. Am 04.02.2024 wurde in Katalonien der Wassernotstand ausgerufen. Die seit 40 Monaten anhaltende Dürre und die ungleiche Verteilung des nutzbaren Wassers führen dazu, dass Barcelona das Trinkwasser ausgeht. Die katalanische Wasserbehörde plant, im Notfall täglich zwei Tankschiffe mit je 60.000 Litern Trinkwasser aus den umliegenden Regionen in den Hafen von Barcelona einlaufen zu lassen, um von dort Wasser in die Leitungen zu pumpen. Zudem werden Milliarden in Entsalzungsanlagen entlang der Küste investiert.

Die Tücken der technologischen „Lösungen“ zur Wasseraufbereitung durch Meerwasserentsalzung und Wasserrecycling sind jedoch offensichtlich. Meerwasserentsalzungsanlagen verbrauchen nicht nur enorm viel Energie und kosten viel Geld, sie stören auch die Ökosysteme an den Küsten und produzieren Schwermetallabfälle im Filterprozess. Außerdem führt ein solcher temporärer Ausgleich der Wassermengen nicht zu einer langfristig notwendigen Reduzierung des Bedarfs und zu einem wirklichen Umdenken/Handeln. Eine Verlagerung des Problems.

Ausverkauftes Wasser - Spanische Erdbeeren und der Urlaub an der Costa Brava

Dass Wassergerechtigkeit ein strukturelles Problem und eine Folge der kapitalistischen Wirtschaftsweise ist, zeigt sich in den beiden größten Sektoren der spanischen Wirtschaft, der Landwirtschaft und dem Tourismus.

Der größte Wasserverbraucher in Spanien ist die Landwirtschaft (72%), insbesondere der Obst- und Gemüseanbau sowie die industrielle Schweinezucht (in Katalonien gibt es mehr Schweine als Menschen - 7,8 Millionen). Die Fäkalien der Schweine verseuchen die Böden mit Nitrat, so dass 57% des Wassers aus Flüssen und Aquiferen (Grundwasser) nicht mehr nutzbar sind. Dass Effizienzsteigerung durch Technik nicht zu weniger Verbrauch, sondern zu mehr Produktion und Gewinnmaximierung führt, ist seit Jahrzehnten erwiesen. Eine kurzfristige Einsparung z.B. durch die Einführung der Tröpfchenbewässerung in den 90er Jahren führte langfristig zu Produktionssteigerung und Gewinnmaximierung durch größere Anbauflächen, verdoppelte Ernteintervalle und nur noch perfidere Ausbeutung der Böden. Dass dies ein strukturelles Problem der irrsinnigen Wachstumslogik des globalen Kapitalismus ist, zeigt sich in der Statistik der spanischen Wirtschaftsleistung. Spanien deckt 22% der EU-Fleischexporte und bewässert, damit wir das ganze Jahr über Erdbeeren und Orangen im Supermarkt haben! Das trockenste Land Europas verkauft seine letzten Wassertropfen an wasserreichere Regionen.

Zudem sind 25% der größten Wasserverbraucher in Barcelona Hotels, ein*e Tourist*in in einem Luxushotel verbraucht statistisch 5x so viel Wasser wie eine einheimische Person.  Darüber hinaus ist die Privatisierung von Wasser ein wachsendes Problem. In Barcelona werden 78% der Bevölkerung von Unternehmen mit Wasser versorgt. Profitmaximierung geht hier vor lebensnotwendiger Versorgung.

„Wasser gehört uns allen!“ –  ein Schwerpunktthema der NaturFreund*innen

Im verregneten deutschen Winter scheint uns das noch nicht zu berühren. Wir lesen von Trockenheit in Frankreich und Spanien und sehen eindrucksvolle Bilder von leeren Stauseen - wie gestern in den Tagesthemen. Dabei ist Wassergerechtigkeit kein Zukunftsthema, sondern auch in Deutschland schon Gegenwart. Verteilungskämpfe um Wasser oder fruchtbaren Boden nehmen auch in unserer Region an Schärfe zu. Auch wenn die Jahresniederschläge in Deutschland nach den Prognosen ähnlich bleiben, gehört Deutschland weltweit zu den Regionen mit dem höchsten Verlust an nutzbarem Wasser. Wir können uns auf wochenlange Trockenperioden einstellen, zu anderen Zeiten auf Starkregen und Stürme, wie jüngst im Rheinland.

Wenn es um Klimagerechtigkeit geht, wird in der Politik gerne das Narrativ der Eigenverantwortung bemüht. Kürzer duschen, den Wasserhahn beim Spülen nicht laufen lassen, weniger Rindfleisch essen, Subventionen für Wärmepumpen statt die Industrie in die Pflicht zu nehmen. Dies führt zu Bewertungen von „klimakorrektem“ Verhalten, u.a. zu Flugverweigerung, und zu einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung. Dass ein wachsendes Bewusstsein die Grundlage für ein Umdenken und einen Politikwechsel ist, steht außer Frage. Aber wir reiben uns aneinander und verlieren dabei diejenigen aus dem Blick, die am meisten verbrauchen. In Deutschland sind das der Tagebau und die chemische Industrie. Allein der Industrieriese RWE verbraucht jährlich mehr als dreimal so viel Wasser wie alle Bewohner*innen Berlins. Hinzu kommen Vergiftungsgefahren durch immer höhere Abwasseranteile in den Flüssen, die von der Industrie eingeleitet werden, und der weiter steigende Kühlbedarf von Geräten. Der Wasserstand des Rheins soll deshalb bis 2050 um 50 Prozent sinken.

Dass Wasser jedoch ein Gemeingut und Menschenrecht ist und Entscheidungen über seine Verteilung transparent und gerecht erfolgen müssen, ist ein Schwerpunkt der Arbeit der NaturFreund*innen NRW in diesem Jahr.

Verwandte Artikel

  • Unsere Landesversammlung 2022: Darum wird es gehen!

    Unsere diesjährige Landesversammlung am 03. September steht bevor. Wir möchten euch hier kurz die Themen vorstellen, über die wir auf der Landesversammlung sprechen werden. Aber bevor wir das tun, wollen wir noch kurz für alle, die mit der Landesversammlung nicht vertraut sind erklären, was dort...Weiterlesen
  • Lieb doch, wenn du willst! - Christopher Street Day und Pride Month

    Im Juni wurde weltweit der Pride Month gefeiert, der die Vielfältigkeit zelebriert und kämpferisch die Rechte und Akzeptanz von LGBTQIA+ erwirkt und verteidigt. Die Entstehung der Pride Paraden geht auf die Stonewall Riots im Jahre 1969 zurück, die durch polizeiliche Schikanen in der Christopher-...Weiterlesen
  • Die neue Landesregierung in NRW und unsere Rolle als NaturFreund*innen: Im Interview mit André Stinka

    © Foto: Max Hoffmeier
    André ist Abgeordneter der SPD im Landtag, wo er den Wahlkreis Coesfeld II vertritt und seit 2018 der Landesvorsitzende der NaturFreunde NRW. Heute beantwortet er uns ein paar Fragen zur frisch gewählten Landesregierung. Nachdem der Koalitionsvertrag vorgestellt wurde und die neue Regierung aus CDU...Weiterlesen
  • ‹ vorherige Seite
  • 4 von 4
  •  
image
Mehr auf naturfreunde.de
Naturfreundehäuser
Reiseangebote
Sportausbildungen
Veranstaltungen
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Startseite
  • Kontakt
  • Mail
  • Flickr
  • YouTube
  • Facebook
  • Instagram